Initiative Grundwasser: Grundwassergefährdung durch Massentierhaltung!

Abfrage der Wasserqualitätswerte

Wasserqualität in Ihrer Gemeinde


Presseinfo: Lichtenwörth - Jetzt "Nägel mit Köpfen machen!" (PDF), 17.02.2012
Der WLV begrüßt den abermaligen Rückzug des Projekts. Er mahnt aber eine nachhaltige Lösung des Umweltproblems ein.


Schweinemast Lichtenwörth – 4.380 Unterschriften an Bundesminister Berlakovich übergeben!, 18.07.2011

Mit einer Delegation von 7 Personen, natürlich angeführt vom Neufelder Bürgermeister BR Michael Lampel, wurden Bundesminister DI Nikolaus Berlakovich am 18.7.2011 insgesamt 4.380 Unterschriften gegen die Massentierhaltung im Einstrombereich der Brunnen in und um Neufeld und vor allem für die Sicherung eines sauberen Grundwassers und somit unser aller kostbarstes Gut – das Trinkwasser – übergeben.

Eigentlich wäre es Wunsch der Neufelder Kommunalpolitiker gewesen, mit einer größeren Delegation im Lebensministerium zu erscheinen, um dem Wunsch der Bevölkerung nach dem Schutz des Trinkwasservorkommens größeren Nachdruck zu verleihen, allerdings machten strenge Protokollvorschriften einen Strich durch die Rechnung. Wie es sich überhaupt äußerst schwierig gestaltete, einen Termin beim zuständigen Minister zu bekommen, erst durch die Kontakte und Hartnäckigkeit des Neufelder Orts Chefs, der darauf drängte, die Unterschriftslisten dem Minister persönlich übergeben zu können, war es möglich, im Lebensministerium empfangen zu werden. So traten insgesamt 7 Personen, darunter auch 2 Lichtenwörtherinnen, die ja durch die Schweinemastbetriebe unmittelbar betroffen sind, den Weg zu Landwirtschafts- und Umweltminister DI Berlakovich an, um ihm die großen Sorgen der Bevölkerung aus erster Hand näher zu bringen. In einem halbstündigen Gespräch wurde seitens der Interessensgemeinschaft Grundwasser hervor gestrichen, dass sämtliche Intentionen nicht gegen die Landwirtschaft, sondern für das Grundwasser ausgerichtet seien. Würde jedoch dieser Schweinemastbetrieb in Lichtenwörth genehmigt, sei ein Dammbruch zu befürchten und ein nicht wieder gut zu machender Schaden für die Wasserversorgung einer ganzen Region könnte entstehen. In einer angeregten Diskussion mit der Runde, bestehend aus Bgm. BR Michael Lampel, Umweltstadtrat Hans Linzbauer, Wasserleitungsverbandsdirektor Mag. Nikolaus Sauer, Frau Komornik (Neufeld), Frau Michal und Frau Leopold (beide Lichtenwörth), sowie der Gemeindebediensteten Karin Hammer, die für die Fotodokumentation verantwortlich war (zusätzliche Presse war nicht erwünscht) betonte der Bundesminister, er nehme die Sorgen und Anlieger der Unterzeichner sehr ernst und werde im Rahmen seiner Möglichkeiten die Schaffung eines Grundwasserschongebietes in dieser Region unterstützen.


Presseinfo: Bürgermeister protestieren gegen Schweinemaststall (PDF), 29.04.2011


Schweinemastanlage wird doch nicht gebaut - 15.02.2011
Das geplante Schweinemastprojekt an der burgenländisch-niederösterreichischen Grenze in Lichtenwörth wird nun doch nicht verwirklicht. Der Betreiber selbst hat den Antrag bei der BH-Wiener Neustadt zurückgezogen.

Großer Widerstand kam aus dem Burgenland
Das Projekt, das erstmals 2009 eingereicht wurde, ist jetzt "gestorben". Großer Widerstand gegen die geplante Anlage mit fast 2.500 Schweinen kam aus dem Burgenland. Die Gülle der Schweine würde den ohnehin schon hohen Nitratwert weiter in die Höhe treiben, so das Argument des Wasserverbandes Nördliches Burgenland.

Sorge um Trinkwasserversorgung
Das Lichtenwörther Grundwasser läuft nämlich in zwei Brunnenanlagen des Wasserleitungsverbandes. Der Verband und auch die umliegenden burgenländischen Ortschaften sahen die Trinkwasserversorgung gefährdet. Unterschriften wurden gesammelt.

Genehmigungsverfahren nötig
Der Landwirt hatte den ursprünglichen Standort um einige hundert Meter verlegt, eine geforderte Umweltversträglichkeitsprüfung war laut niederösterreichischer Landesregierung nicht notwendig, sehr wohl aber ein Genehmigungsverfahren, für das weitere Unterlagen nötig gewesen wären.

Rückzug aus privaten Gründen
Der Landwirt zog am Montag den Antrag aus privaten Gründen zurück. Es sei nicht der Widerstand gegen das Projekt gewesen, seine familiäre Situation habe sich geändert, sagte der Landwirt im Interview mit dem ORF Burgenland. Diese Entscheidung sei endgültig, so der Landwirt abschließend. Das bestätigte auch Bezirkshauptmann Andreas Strobl.

SPÖ sieht "gemeinsamen Erfolg"
In einer ersten Reaktion bezeichnete SPÖ- Klubobmann Christian Illedits das Aus für das Projekt als gemeinsamen Erfolg von SPÖ, Wasserleitungsverband und Bürgermeistern mit Unterstützung der Bevölkerung. Der gemeinsame Einsatz für das Trinkwasser habe sich bezahlt gemacht, so Illedits.

Schweinemastanlage wird doch nicht gebaut (burgenland.orf.at)
2.500 Schweine sorgen für Aufregung (noe.orf.at)
Presseinformation Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland: Sieg der Vernunft (PDF)
Stellungnahme von BR Bgm. Michael Lampel (PDF)


Resolution des Gemeinderates zur Angelegenheit "Schweinemast" (PDF), 20.12.2010


Stellungnahme von BR Bgm. Michael Lampel anlässlich der Pressekonferenz 'Schweinemast Lichtenwörth' am 17.12.2010 zum Thema 'Geruch und Feinstaub belasten Bevölkerung und gefährden Tourismus und Wirtschaft' (PDF)


Massentierhaltung – neue Eingabe desselben Projektsbetreibers!

Wie vermutet und befürchtet, gibt sich die „Schweinemastlobby“ nicht so schnell geschlagen. Nachdem mit der Feststellung der UVP Pflicht für den eingereichten Standort in Lichtenwörth nicht gerade zuletzt durch den enormen Druck der Öffentlichkeit und vor allem auf Grund der alarmierenden Untersuchungsergebnisse, das „alte Projekt“ durch den Lichtenwörther Schweinezüchter Ing. Karl Tösch zurückgezogen wurde, liegt nunmehr, nur wenige Wochen nach dieser Entscheidung, eine Neueinreichung auf einem neuen Standort vor. Wer jedoch gedacht hätte, die Vertreter der Massentierhaltung (industrielle Schweinezucht) hätten aus der Vorgeschichte gelernt und würden nunmehr die nachgewiesenen Belastungen für Grundwasser, somit die Trinkwasserversorgung einer ganzen Region in ihren Überlegungen berücksichtigen, hat sich schwer geirrt. Der Wasserleitungsverband hat sofort recherchiert, wo der neue Standort gelegen ist und uns folgende Information zur Verfügung gestellt:

Nach einer Recherche über den neuen Standort des neu eingebrachten Massentierhaltungsprojektes Tösch (siehe Beilage) wurde leider festgestellt, das die neue Projektörtlichkeit in unmittelbarer Nähe des "alten" UVP-pflichtigen Projekts liegt. Die Liegenschaft, wo dieser neue Anlauf gemacht wird, liegt nördlich des alten UVP-pflichtigen Standortes, wiederum nur ca. 300 Meter vom Heutalhof entfernt, in unmittelbarer Nähe des bereits bestehenden Maststall Müllner (Entfernung ca. 150 bis 200 Meter), näher zu den Siedlungsgebieten von Lichtenwörth, Zillingdorf und Neufeld, näher zur Leitha und der Mitterndorfer Senke und im direkten Zustrombereich der Brunnenanlagen der Badener Wasserwerke und des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland.

Bezüglich der Standortwahl darf angemerkt werden, dass obwohl von allen Betroffenen (Gemeinden und Wasserversorger) über 2 Jahre (!) auf die Probleme und Gefahren an die Projektbetreiber, die maßgebenden politischen Stellen im Bund und in den Ländern und die verantwortlichen Behörden und öffentlichen Stellen hingewiesen wurde, wieder ein Standort gewählt wurde, der als absolut ungeeignet anzusehen ist.

Es darf diesbezüglich nochmals auf das Gutachten von Prof. Klaghofer und Dr. Kuderna hingewiesen werden und die Tatsache in Erinnerung gerufen werden, dass aufgrund von laufenden Beprobungen das Grundwasser in diesem Bereich schon jetzt oftmals weit über dem Grenzwert von 50 mg/l Nitrat und die Spitzenbelastungen bei einzelnen Sonden bei 175 (!) mg/l angelangt sind.

Diese Vorgehensweise bzw. Standortwahl ist aus unserer Sicht entweder auf das unbewusst-rücksichtslose Vorgehen der Projektbetreiber (Familie Tösch), oder auf ein systematisch geplantes Vorgehen zurückzuführen. Es scheint auch beabsichtigt zu sein die betroffenen Gemeinden und Wasserversorger über die zu Zeit demoralisieren, damit zum Schluss der Standort akzeptiert, und somit die Schädigung der Allgemeinheit hingenommen wird.

Damit ein "Dammbruch" für derartige Projekte und Standorte verhindert wird, sollten die maßgeblichen Behörden und öffentlichen Stellen raschest (!) die Realisierung eines Grundwasserschongebietes auf niederösterreichischer Seite umsetzen.

Was bedeutet das für uns, als unmittelbar betroffene Anrainer? Wir müssen unsere gemeinsamen Aktivitäten gegen diese geplante Schweineindustrie wieder aufnehmen und verstärken.

Im Sinne unserer Umwelt, im Sinne unseres gesunden Trinkwassers und für unsere nachfolgenden Generationen!

Nur, wenn wir alle gemeinsam auftreten, können wir offensichtlich genug „Druck“ erzeugen, dass man sich auch in Niederösterreich durchringt, das kostbare Gut „sauberes Grundwasser“ durch entsprechende legistische Schritte, wie Verordnung eines Grundwasserschongebietes, zu schützen!

Neufeld/L., 11.11.2010, Rudolf Tschirk

Übersicht Massentierhaltung Lichtenwörth Zillingdorf Neufeld.pdf (933 KB)
Pressekonferenz im Landhaus am 12.11.2010


Massentierhaltung - Verfahren Tösch - UVP-Pflicht!

Sehr geschätzte Damen und Herren!

Lange hat es gedauert, aber ein erstes positives Zeichen gibt es.
Ich darf Ihnen/Dir erfreulicherweise berichten, daß der Umweltsenat bescheid mäßig zur korrekten Erkenntnis gekommen ist, daß zu o. a. Verfahren eine UVP-Pflicht besteht !

Zum Wohle der Bevölkerung und der zu vertretenen Schutzgüter sind die maßgeblichen Verantwortlichen jetzt verpflichtet im anstehenden UVP-Verfahren die Interessen dieser vollinhaltlich einzubringen.

Im Anhang darf ich Ihnen/Dir den Bescheid des Umweltsenates und die Kundmachung gem. § 13 USG 2000 zur Information übermitteln. Diese sind auch auf der Homepage des Umweltsenates unter "abgeschlossene" Verfahren" ersichtlich.

Mit lieben Grüssen
Bgm. BR Michael Lampel
16.08.2010, 08:14:54

48_20BESCHEID.pdf (84 KB)
48_20Kundmachung.pdf (32 KB)


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter gegen die Gefährdung des Grundwassers in unserer Region!

Durch unsere Aktivitäten (Unterschriftenaktion, Presseaussendungen,..) gegen die Massentierhaltungen und für den Schutz unseres Grundwassers konnten wir erreichen, dass sich die Verbandsversammlung des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland, immerhin bestehend aus 65 Städten und Gemeinden, sehr intensiv mit diesem Gefährdungspotential auseinandergesetzt hat und einstimmig die in Beilage befindliche Resolution zum Schutz unseres Trinkwassers verabschiedet hat. Da auch ein Gutachten eines anerkannten Sachverständigen die Gefährdung der Trinkwasservorkommnisse im Bereich der Brunnen in Neufeld bestätigt (ich habe Ihnen vor rund 3 Wochen eine Kurzfassung dieses Gutachtens übermittelt), wurde von den 106 Delegierten der Mitgliedsgemeinden besagte Delegation am 10.6.2010 einstimmig beschlossen. In dieser Resolution, welche an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft DI Nikolaus Berlakovich, die niederösterreichische und die burgenländische Landesregierung, sowie an die Landeshauptleutekonferenz ergeht, werden die zuständigen politischen Stellen und Behörden aufgefordert, konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der Grundwasserbelastung und zum nachhaltigen Grundwasserschutz zu ergreifen. Ich übermittle im Anhang besagte Resolution und werde Sie weiterhin über alle aktuellen Entwicklungen auf dem laufenden halten, denn : Es geht um unser Trinkwasser, es geht um unsere Umwelt - es ist wert, dafür mit voller Kraft einzutreten!

Mit freundlichen Grüßen!
AR Rudolf Tschirk
14.06.2010, 09:18:37

1.Resolution unterfertigt.pdf (277 KB)
100520_Neufeld_Kurzinformation_V4-0.pdf (174 KB)
100611 PRIN Resolution.doc (420 KB)
100611 PRIN Resolution.pdf (50 KB)


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter gegen die Gefährdung des Grundwassers in unserer Region!

Auch wenn es in letzter Zeit - auch bedingt durch die Vorbereitung der Landtagswahlen im Burgenland - scheinbar etwas ruhiger geworden ist, mit unserer Initiative, so hat sich in den letzten Wochen doch einiges getan - leider nicht alles ist erfreulich zu berichten, doch der Reihe nach:

Unsere Initiative "Grundwasser" verfügt immerhin über insgesamt 2.224 Unterstützerinnen und Unterstützer, wobei wir auf den Unterschriftslisten 534 handschriftliche Unterstützungen haben, 466 Personen haben von der "online-Möglichkeit" des Unterschreibens unseres Anliegens Gebrauch gemacht, 1.224 Personen sind der Facebook Gruppe beigetreten. Wir haben selbstverständlich Überlegungen angestellt, diese Unterschriftslisten gemeinsam mit Ihnen als UnterstützerInnen unseres Anliegens, medial aufbereitet noch im Mai, also vor den Landtagswahlen den zuständigen Politikerinnen und Politikern des Landes Burgenland und Niederösterreichs zu übergeben, sind aber letztendlich davon abgegangen, ganz einfach, weil wir befürchteten, dass unser Anliegen im Landtagswahlkampf untergeht. Mehr noch, dass unsere Aktion völlig fälschlich als Wahlkampfgetöse und parteipolitisch motivierte Aktion abgestempelt wird. Das ist das Letzte, das wir beabsichtigen! Wie bereits eindringlich bei der Gemeindeversammlung und in allen unseren Publikationen dargestellt, geht es uns um die Sache, um den Schutz des Grundwassers, um den Schutz der Umwelt!

Leider bestätigen die letzten Untersuchungen unsere Befürchtungen eindrucksvoll. Bei einem der beiden Neufelder Brunnen werden die Nitrathöchstgrenzen für Trinkwasser (50 mg) bereits überschritten. Wie aus einem Gutachten des österreichweit anerkannten Experten Univ. Prof. Eduard Klaghofer hervorgeht - eine Kurzinformation darüber habe ich diesem Informationsmail angehängt - besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen flächenhaften Einträgen aus der Landwirtschaft und den rasch ansteigenden Nitratwerten, wobei die Situation durch die Massentierhaltungen verschärft wird.

Das sollte ein Alarmzeichen für die mit der Materie befassten Entscheidungsorgane sein!!

Ich bitte Sie, die übermittelte Kurzinformation zu studieren, deren Inhalt auch weiter zu transportieren und unsere Bemühungen weiter zu unterstützen.

Wir beabsichtigen noch bis Ende Mai Unterstützungsunterschriften zu sammeln und diese dann - wie wir hoffen, gemeinsam mit UnterstützerInnen unserer Initiative - den zuständigen Entscheidungsträgern im Juni zu übergeben. Entsprechende Terminvereinbarungen und organisatorische Vorkehrungen werden wir noch bekanntgeben. Bitte mobilisieren Sie in Ihrem Bekannten- und Freundeskreis noch Interessierte, die unserer Initiative noch nicht beigetreten sind. Die Situation für unser Grundwasser, für unser Trinkwasser ist - wie Sie der Studie entnehmen können und wie wir immer dargestellt haben - ernst.

Es geht um unser Trinkwasser, es geht um unsere Umwelt - es ist wert, dafür mit voller Kraft einzutreten!

Mit freundlichen Grüßen!
Ihr Bürgermeister
Michael Lampel
21.05.2010, 08:54:47

100518_Neufeld_Kurzinformation_V4-0.pdf (174,25 KB)


Seit nunmehr rund einem Monat läuft unsere "Initiative Grundwasser", Grund genug für eine kurze Zwischenbilanz.

Mit Stand vom 7.4.2010 durften wir nachstehende Unterstützungen verzeichnen :

Bis dato haben unsere Unterschriftslisten insgesamt 471 Personen persönlich unterfertigt, die Möglichkeit über unsere Homepage dieser Initiative beizutreten, haben bisher 324 Personen genützt, bei unserer Facebook Gruppe "Gegen Massentierhaltung und zum Schutz unseres Trinkwassers" haben wir 788 Mitglieder zu verzeichnen, womit wir derzeit somit bei einem Stand von 1.583 UnterstützerInnen stehen.

Dies ist zwar eine erkleckliche Zahl, trotzdem sollten wir noch gemeinsam trachten, weitere UnterstützerInnen zu finden, um unserem wichtigen Anliegen das entsprechende Gewicht zu verleihen. Wir haben uns vorgenommen, noch den gesamten Monat April zu nützen, um Unterschriften und weitere Unterstützungserklärungen zu sammeln, eine Übergabe an die zuständigen PolitikerInnen des Landes Niederösterreich und Burgenland soll im Mai erfolgen, den Termin werden wir noch rechtzeitig abstimmen, weil wir auch auf Unterstützung und Teilnahme durch die Mitglieder unserer Initiative Grundwasser hoffen.

Abschließend darf ich Euch noch für Eure bisherigen Bemühungen danken und Euch bitten, in Eurem Bekanntenkreis weiter für unsere Aktion zu werben, die Zukunft der Trinkwasserversorgung unserer Region ist ein Anliegen, für das es sich sicher lohnt, einzutreten.

Mit freundlichen Grüßen
AR Rudolf Tschirk
09.04.2010

PS.: Weitere Information : am gestrigen Tag fand eine Pressekonferenz zum Thema "Schweinefabriken" statt, ich übersende Euch zur Information den entsprechenden Link :
http://burgenland.orf.at/stories/434760/


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe "Mitstreiterinnen und Mitstreiter"!

Mit der Gemeindeversammlung am 4.3.2010 wurde der Startschuss zu unserer "Initiative Grundwasser" gegeben und nach einer Woche darf ich Ihnen eine kurze Zwischenbilanz übermitteln. Es ist mittlerweile einiges in Bewegung geraten, was durchaus erfreulich ist, gleichzeitig darf ich aber weiterhin um Unterstützung bitten, weil es sehr wichtig ist, aufzuklären und nach außen hin deutlich zu zeigen, dass die Sicherung der Gewässergüte, der Schutz unserer Region für Feinstaub- und Geruchsbelästigung absolut Vorrang haben muß vor den Interessen einer Agrarindustrie.

Zusammenfassend darf ich mitteilen, dass der Kreis unserer Unterstützer schon ein sehr großer ist, so haben sich mittlerweile immerhin (Stand 12.3.2010, 9.30 Uhr) 250 Personen mit ihrer Unterschrift gegen die Massentierhaltung und zum Schutz des Grundwassers ausgesprochen. 54 Personen haben die Möglichkeit genützt, über unsere Homepage ihre Unterstützung, quasi ihre Unterschrift über das Internet abzugeben. Außerdem hat GR Babsi Tschirk am Sonntag voriger Woche im Facebook eine Gruppe "Gegen Massentierhaltung und zum Schutz unseres Trinkwassers" eingerichtet, mittlerweile hat auch diese Gruppe schon 320 Mitglieder, darunter auch prominente Befürworter unserer Aktivitäten, wie Landeshauptmann Hans Niessl, der im übrigen auch, fast mit dem kompletten Parteivorstand der SPÖ Burgenland, unsere Unterschriftenliste unterfertigt hat.

Dennoch darf ich alle bitten, weiterhin und noch verstärkt Stimmung für unsere Aktion zu machen, wir beabsichtigen schließlich den zuständigen Verantwortungsträgern eine große Anzahl von Unterschriften persönlich mit medialer Unterstützung zu übergeben, über Näheres werde ich Sie rechtzeitig informieren, schließlich sollte die Übergabe von einer ganzen Delegation erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen und einem Dank für die bisherige Mitarbeit!
Rudolf Tschirk
12.03.2010


Sehr geehrte Damen und Herren !

In unsere Interessensgemeinschaft IGW (Initiative Grundwasser) ist einiges an Bewegung reingekommen. So darf ich Ihnen im Anhang ein Mail von Frau Marinanne Glück zur Kenntnis bringen, die einen - wie ich glaube und wovon Sie sich überzeugen sollten - tollen und fundierten Leserbrief an die "Presse" geschrieben hat und dieses Thema auch bereits in diversen Foren zur Diskussion gestellt hat.

Des weiteren darf ich berichten, dass meine Tochter Barbara Tschirk, unsere Jugendgemeinderätin, im Facebook eine Gruppe eingerichtet hat, die unter dem Namen 'Gegen Massentierhaltunng und zum Schutz unseres Trinkwassers' zum Beitritt, bzw. zur Mitwirkung bei dieser Gruppe wirbt. Meines Wissens sind bereits mit heutigem Stand knapp unter 100 Personen dieser Gruppe beigetreten.

Die Stadtgemeinde Neufeld ist gerade mit ihrem Homepagebetreuer dabei, auch übers Internet eine Art Unterzeichnungsmöglichkeit gegen die weitere Ansiedlung industrieller Massentierhaltung und für den Schutz unseres Grundwassers einzurichten, um noch mehr Menschen die Möglichkeit zu bieten, dieser Initiative beizutreten. Die exakte Information darüber werde ich mit separatem Schreiben übermitteln.

Die im Gemeindeamt aufliegenden Unterschriftslisten, welche im Rahmen der Gemeindeversammlung präsentiert wurden, haben auch bereits rund 100 Personen unterzeichnet. Ich danke auf jeden Fall namens der Stadtgemeinde Neufeld/L. für Ihre Unterstützung, stehe für Anfragen gerne zu Ihrer Verfügung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Rudolf Tschirk
08.03.2010

--------------------------------------------------------

Von: marianne Glück <marianne.g@aon.at>
Datum: 07.03.2010 14:11
Betreff: Re: Information zum Problemkreis Schweinemastanlagen im Raum L

Hier ist eine Abschrift meines Leserbriefess an die presse..., lieber Herr Tschirk

Wasser oder Wasser ? Nitratbrühe oder reines Trinkwasser

Im Augenblick dräuen - von der österreichischen Öffentlichkeit noch wenig beachtete Umweltgefahren an der Grenze zwischen dem Burgenland Niederösterreich im Wortsinn auf die landwirtschaftlich genutzten Flächen zu rieselnIm niederösterreichischen Gebiet, zum Teil direkt an der burgenländischen Grenze sollen zu dem schon bestehenden Schweinegroßmastbetrieb im Raum Lichtenwörth -Zillingdorf -Neufeld-Ebenfurth noch einige andere hinzukommen.

In diesem Gebiet und im weiteren nördlichen Burgenland werden über 200 000 Menschen aus Basisbrunnen versorgt, von denen zwei im burgenländischen Gemeindegebiet von Neufeld stehen .

Eine Intensivierung der Bewirtschaftung der betroffenen Flächen durch Schweinemassenzuchtbetriebe, führt zu einer vermehrten Gülleaufbringung und damit auch zu einer steigenden Belastung mit Antibiotika, hormonaktiven Substanzen und einem erhöhten Pestizideinsatz. Besonders beunruhigt ist man von Seiten der Wasserversorger aufgrund der Tatsache, dass der Grundwasserspiegel im betroffenen Gebiet lediglich 1,5 m unter dem Bodenniveau liegt. Somit ist diese Region aus Sicht der Grundwasserverhältnisse als besonders sensibel einzustufen. Sowohl die Anlagen selbst (Güllekanäle und -lagunen), als auch Gülleausbringungen stellen eine Gefahr für die Trinkwasserressourcen für über 200.000 Menschen dar, da diese im direkten Zustrombereich zu wichtigen Brunnenanlagen in NÖ und Bgld. liegen. Entgegen aller bagatellisierenden Aussagen von Seiten der Landwirtschaft wurde bei mehreren dieser Anlagen bereits ein steigender Nitratgehalt verzeichnet. In weiterer Folge ist auch eine Verunreinigung im Bereich der angrenzenden Mitterndorfer Senke, dem größten Grundwasservorkommen Mitteleuropas, zu befürchten. Wird dieser konzentrierten Ansiedlung der Massentierzucht nicht Einhalt geboten, muss das Trinkwasser für die von uns versorgte Bevölkerung aufbereitet werden, was immense Kosten verursachen würde.

Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist unabdingbar . Nur . sie lässt auf sich warten .

Und sie wird auch umgangen.

Indem z.B missachtet wird, dass ohne mehrere Betriebe, die denselben Grundwasserstrom belasten, für die Frage der Umweltverträglichkeitsprüfung zusammenzurechnen sind.

Indem bereits jetzt unhaltbare Tierhaltungspraktiken zu sehen sind: Ferkelkkadaver auf dem Misthaufen..

Aber erst in diesem Verfahren werden die betroffenen Gemeinden - burgenländische und niederösterreichische - als Parteien gehört.. jetzt läuft alles über die Köpfe von den Beteiligten und zukünftigen Schadensopfern.

Es scheint aber mehr als offensichtlich, dass die Agrarindustrie - in NÖ, aber auch in der Steiermark gibt es bereits ähnlich gelagerte Fälle - rein rechtlich mehr abgesichert ist als z.B. ein Häuselbauer, oder andere Industriezweige, die vor Bauerrichtungen größere Auflagen erfüllen müssen als die, die zur Errichtung eines Schweinemaststalles für 1.990 Tiere benötigt werden.

Die unmittelbaren Auswirkungen der Ausbringung von Pestiziden und Düngemitteln auf die Wasserqualität und damit auch auf die Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung einer Region wird von den zuständigen Behörden ignoriert. Alle Bemühungen, den für die Bereiche Landwirtschaft und Umweltschutz zuständigen Bundesminister DI Berlakovich in dieser Angelegenheit zum Handeln zu bewegen sind bisher gescheitert. Der Einfluss der Landwirtschaftslobby, die jede Verantwortung für die von Ihr verursachten Umweltprobleme von sich weist, scheint zu groß zu sein.

Da Wasser ein lebensnotwendiges Gut für Mensch und Tier ist - sein Verzehr auch an keine politischen Vorgaben gebunden ist, scheint es notwendig, die Gefahr, die für große Teile der Bevölkerung rund um die niederösterreichische Mitterndorfer Senke und im Nördlichen Burgenland aufzuzeigen und zum nachhaltigen Handeln aufzufordern. Grundwasserströme machen nicht vor Bundeslandgrenzen halt .

Die zuständigen Behörden beider Bundesländer sollten -MÜSSEN - sich im Interesse aller Bürger für eine " artgerechte Haltung des wassertrinkenden Menschen " einsetzen.

Nitratwerte im Wasser, die bereits heute oft an der Grenze des Schädlichen liegen, werden mit Sicherheit ansteigen, wenn die Vorhaben der Agrarindustrie rechtlich bestätigt und ausgeführt werden.

Menschliche Gesundheit muß doch mehr wert sein als Profit , der aus der Massentierhaltung erzielt wird.


Gegen Massentierhaltung und zum Schutz unseres Trinkwassers ist bei Facebook.

Presseinformation: Bündnis für unser Trinkwasser und unsere Lebensqualität wird größer!, 01.03.2010

Gemenderatsbeschluss: Neufeld an der Leitha gegen konzentrierte Massentierhaltung im Einstrombereich der Trinkwasservorkommen, 14.12.2009

Presseinformation: Industrielle Massentierhaltung gefährdet Lebensgrundlagen der Bevölkerung, 11.12.2009