Industrielle Massentierhaltung gefährdet Lebensgrundlagen der Bevölkerung

UMWELTSKANDAL im niederösterreichisch/burgenländischenen Grenzraum bahnt sich an:
Industrielle Massentierhaltung gefährdet Lebensgrundlagen der Bevölkerung

In Rahmen der Pressekonferenz haben die verantwortlichen Politiker, Vertreter der betroffenen Wasserversorgungsunternehmen sowie ein unmittelbar betroffener Biobauer die Ö­ffentlichkeit über die befürchteten negativen Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung, die Lebensqualität der Bevölkerung, den in dieser Region bestehenden Tourismus, den Wirtschaftsstandort, sowie zu hinterfragende Behördenentscheidungen informiert.

Im genannten Bereich war bereits vor einiger Zeit beabsichtigt direkt an der Niederösterreichisch ­ Burgenländischen Grenze einen großen Schweinemaststall zu errichten, welcher allerdings durch gemeinsames Auftreten der Betroffenen verhindert werden konnte. In weiterer Folge kam es jedoch zur Errichtung eines Betriebes mit einer genehmigten Kapazität von 1990 Tieren auf freiem Feld in Lichtenwörth. Weiters wurde ein Schweinemaststallprojekt mit 2490 Tieren eingereicht. Wie aus informierten Quellen verlautet sind in weiterer Folge noch weitere Betriebe mit ca. 10.000 Mastschweinen geplant. Besonderen Anlass zur Sorge gibt diese extreme Anhäufung von industrieller Massentierhaltung im Hinblick auf die befürchtete Beeinträchtigung der nahen Trinkwasserbrunnen, in deren Grundwassereinzugsbereich die beiden Schweinemastställe liegen, sowie hinsichtlich der Geruchs- und Feinstaubbelastung für die Bevölkerung.

Sorge um das Trinkwasser für 200.000 Menschen

Wir befürchten eine Gefährdung der Umwelt, Lebensqualität und Lebensgrundlagen für die Bevölkerung in dieser Tourismusregion sowie der Trinkwasserressourcen für über 200.000 Menschen, da sich die Anlagen, sowie die Gülleausbringungen im direkten Zustrombereich zu wichtigen Brunnenanlagen in NÖ­ und Bgld. befinden, und Nitratgehalte in mehreren Fällen bereits stark gestiegen sind. In weiterer Folge ist auch eine Verunreinigung im Bereich der angrenzenden Mitterndorfer Senke, dem größten Grundwasservorkommen Mitteleuropas, zu befürchten. Deshalb setzten wir große Hoffnungen in die Berufung der NÖ­ Umweltanwaltschaft beim Umweltsenat und sind zuversichtlich, daß dort zu Gunsten der Umwelt und der betroffenen Menschen entschieden wird und nicht für die finanzkräftige Massentierzuchtindustrie.

Presseinformation zur Pressekonferenz vom 11.12.2009 (PDF, 152 kb)
Pressefoto von der Pressekonferenz vom 11.12.2009 (JPG, 168 kb)
Gemeinderatbeschluss vom 14.12.2009: Neufeld an der Leitha gegen konzentrierte Massentierhaltung im Einstrombereich der Trinkwasservorkommen (PDF. 12 kb)